Wenn Medien zum Machtinstrument werden
Propaganda, Desinformation, Falschbehauptung, alternative Fakten
Eine Reaktion auf:
ChatGPT verschweigt Fakten!
Apolut fragt. KI antwortet: Wenn Medien zum Machtinstrument werden
https://t.me/apolut/11385
Schon der oben verlinkte kurze Ausschnitt aus der Befragung der KI legt das Problem offen. Die künstliche Intelligenz weigerte sich in ihren Antworten lange, Ross und Reiter zu benennen, da sie ihre Antworten durch die eingelernten Reaktionsmuster stets in eine bestimmte Richtung lenkte.
Wir erkennen daraus, welche Sprachregelungen und Hintergründe aktuell bevorzugt verwendet werden und von welchen abgesehen wird. Aus den Antworten der KI lassen sich die zugrunde liegenden, eingeübten Vorgaben ableiten. Auf diese Weise werden sie aus der digitalen Datenwelt herausgeholt und sichtbar gemacht. Die künstliche Intelligenz imitiert nur das menschliche Verhalten. Es geht dabei nicht nur um richtig oder falsch, sondern auch darum, bestimmte Interpretationen stark zu bevorzugen. Auf etwas verstärkt hinzuweisen oder beharrlich darauf zu bestehen, schließt eine andere Sichtweise nicht automatisch aus. Vielmehr deutet es den politisch korrekten Framing-Raum an, der von der KI ebenso wie von allen etablierten Medien eingehalten werden soll. Diese Vorgehensweise ähnelt der politisch-medialen Gleichschaltung, die sich in der Geschichte als äußerst unheilvoll erwiesen hat.
Eine weitere Form der Einflussnahme ist das vehemente Aussperren einer zwar möglichen, aber politisch verpönten Option. Diese würde der bevorzugten Sichtweise widersprechen und muss daher kategorisch abgelehnt werden.
Ken Jebsen hat in dem kurzen Ausschnitt aus einem längeren Videobeitrag ziemlich emotional reagiert – und das zu Recht. Von der KI darf erwartet werden, dass sie uns aufrichtig und faktenbasiert informiert, statt uns ständig vorgefertigte und fremdbestimmte Inhalte unterzuschieben. In diesem Fall hat die KI erst nach einer langen Frage-Antwort-Schlacht Antworten geliefert, die nicht der vorprogrammierten Ausrichtung entsprechen. Ken Jebsen verwickelte die KI-Maschine durch gezielt gestellte Fragen in Widersprüche. Dadurch passten die vorprogrammierten Standardantworten nicht mehr logisch zueinander. Genau das ist die Stärke des guten investigativen Journalismus.
Das Wesen der Propaganda, also der Manipulation der Meinungsbildung, besteht in der mehr oder weniger subtilen Einflussnahme auf die Akzeptanz bestimmter vorgegebener Informationen. Auf diese Weise sollen bestimmte Ansichten in der Gesellschaft verbreitet und verankert werden, während andere verdrängt werden. War Corona eine Pandemie oder doch eine Plandemie? Wem dient der Klimaschwindel? Was liegt der Ukraine-Krise zugrunde? War die Eroberung Schlesiens rechtens und war die Vertreibung eine zwingende Folge der Politik des NS-Regimes? Oder wurde sie bereits lange zuvor geplant? Auch auf diese Fragen liefert die staatliche Propaganda Antworten, die nicht der erlittenen Realität entsprechen. Und das ist keine Nebensache, sondern ein schwerwiegender Täuschungsvorgang, also ein dreister Vertrauensmissbrauch, um den gutgläubigen Bürger ruhigzustellen, abzulenken und trickreich seine Zustimmung zu erschleichen.
Es geht „lediglich“ um die Beeinflussung der Art und Weise, wie die Realität wahrgenommen wird. Ist die gegenwärtige Lage in Deutschland, Europa und der Welt wirklich so, wie sie in den etablierten Medien geschildert wird? Oder wird uns durch den manipulativen Informationsfluss vieles nur vorgespielt? Wer glaubt, wird selig – das ist ein billiger Ersatz für eine moderne, medial konstruierte Staatsreligion.
Es geht also darum, unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte, vorsortierte Dinge zu lenken und andere auszublenden. Zu diesem Zweck werden ausgewählte Ereignisse und Erwartungshaltungen künstlich hervorgehoben. So werden wir durch die allgegenwärtigen etablierten Medien beeinflusst, die ständig Fake News verbreiten und unter dem Deckmantel der Meinungsbildung Desinformationen streuen und uns manipulieren.
Wie steht es um das gesellschaftliche Vertrauen in die etablierten Medien in Deutschland?
Mit diesem Fragenkomplex beschäftigt sich auch die Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung im Heft 39/2025 vom 20. September 2025 unter dem Titel „Propaganda und Desinformation“. Das Heft ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/APuZ_2025-39_online_PropagandaUndDesinformation.pdf.
In dem Editorial zu dieser Ausgabe heißt es:
„Propaganda, Desinformation, Falschbehauptung, Fake News, alternative Fakten – viele Schlagworte prägen derzeit die öffentliche Debatte, in der die Grenzen zwischen Information, Manipulation und Meinung ausgelotet werden.“
Folgende Beiträge sind darin aufgelistet:
- LAUTER LÜGEN UND FAKE NEWS?
- KLEINE TECHNIKGESCHICHTE DER PROPAGANDA
- ZU DEN PSYCHOLOGISCHEN FAKTOREN VON FALSCH- UND DESINFORMATION
- POLITISCHE BILDUNG ALS PROPAGANDA?
- DESINFORMIERTE DEBATTE
- AUCH DEMOKRATEN BETREIBEN PROPAGANDA
- STRATEGIEN UND ERSCHEINUNGSFORMEN RUSSISCHER DESINFORMATION
- PROPAGANDA DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI CHINAS
All diese Themenbereiche wecken Neugier. Bei den letzten beiden Titeln über russische Desinformation und die Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas wird deutlich, wohin die Aufmerksamkeit des Lesers gelenkt werden soll. Auch im Heft über Propaganda wird also Propaganda betrieben.
Das Hauptproblem unserer Machthaber besteht darin, dass der freie Zugang zum Internet den Nachrichtenfluss entlang der traditionellen, hierarchischen Struktur vom Zentrum bis in die Peripherie ergänzt und somit durchbrochen hat. Der Austausch von Informationen wurde demokratisiert. Im freien Internet herrscht bei der Verbreitung von Informationen eine demokratische Anarchie. Jeder hat die Möglichkeit, Informationen zu teilen, die er für richtig hält, ohne dass diese von anderen kontrolliert oder zensiert werden. Das im Grundgesetz verankerte Grundprinzip der freien Meinungsäußerung und des freien Informationsflusses wird dort in die Praxis umgesetzt.
Den Mächtigen bleibt somit nur noch der Versuch, den freien Austausch von Informationen zu unterdrücken, frei erstellte Inhalte zu ignorieren oder sie als Verschwörungstheorien abzutun und lächerlich zu machen. Schließlich bleibt als letzte Möglichkeit nur noch, sie als Instrumente zur „Delegitimierung des Staates“ einzustufen und zu verbieten.
Im Kampf gegen die Meinungsfreiheit stellen Machthaber legitime gesellschaftliche Interessen infrage, bezeichnen sie als Verschwörungstheorien oder erklären sie für unvereinbar mit dem Geist einer demokratischen Gesellschaft. Letztendlich verfolgen sie damit nur das Ziel, die Demokratisierung des Informationsflusses zu unterbinden.
Die schärfste und häufig eingesetzte Waffe gegen zu viel Meinungsfreiheit ist der Vorwurf der Leugnung. Er wird gegen alle Quer- und Freidenker, Revisionisten, Reichsbürger und Isotheriker angewandt – selbst dann, wenn jemand nur Fragen stellt. Laut den Staatsvertretern wird vor allem die Corona-Pandemie, der Nutzen der sogenannten Impfung, der Klimawandel, die Notwendigkeit der Energiewende, der Segen von Wind- und Sonnenenergie, der Sinn aller Maßnahmen gegen fossile Energieträger sowie die Multigeschlechtlichkeit des Menschen geleugnet.
Die schlimmste Form der Leugnung ist jedoch die Relativierung der Verbrechen des NS-Regimes oder die Infragestellung der deutschen „ewigen Schuld“ und des Holocausts. Ein Beispiel für eine maßlose Übertreibung war der Vortrag „Vom Luther zu Hitler“, den ich mir Ende der 1990er Jahre anhörte. Darin wurde eine geradlinige Argumentationskette vorgeführt, nach der sogar Helmut Schmidt das Werk von Hitler fortgeführt haben soll. Ein frisch promovierter deutscher Historiker stellte seine Dissertation vor. Ja, so war das damals. In der Zeit kurz nach der Wende verbreitete Polen die Gefahr einer erneuten Machtergreifung böser Kräfte in Deutschland und schürte in den Medien solche irrsinnigen Ängste. Auch Guido Knops vielteilige Serie „Hitler und seine Paladine” aus der Reihe „History” hat in diesem Sinne gewirkt. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Wir sind ständig mit den Spätfolgen dieser einseitigen medialen Berichterstattung konfrontiert. Auch der im Beitrag „Perspektiven des deutsch-polnischen Neuanfangs” https://silesiaweb.net/perspektiven-des-deutsch-polnischen-neuanfangs/ behandelte Zustand der deutsch-polnischen Beziehungen leidet darunter, dass sowohl Deutsche als auch Polen größtenteils uninformiert oder falsch informiert sind. Darauf bauen die Machtstrukturen ihren Machtmissbrauch auf. Und nur deshalb ist es so schwer, den Wissensstand zu vervollständigen. Zu fest haben sich die Falschinformationen, also Fake News, in den Köpfen der Menschen verankert. Das nutzt Polen aus und verlangt erneut Billionen an Reparationen von Deutschland.
In dem im Wochenblatt erschienenen Text „Warum es zu keinem polnisch-deutschen Neuanfang kam und was nun zu tun ist“ (https://wochenblatt.pl/warum-es-zu-keinem-polnisch-deutschen-neuanfang-kam-und-was-nun-zu-tun-ist/) versucht Prof. Krzysztof Ruchniewicz an einigen Stellen, aus dem historisch unseligen gesellschaftlichen Konsens auszubrechen und weist auf die polnische Verantwortung für die entstandenen Verhärtungen hin. Dies geschieht jedoch so vorsichtig, dass es keine breite gesellschaftliche Diskussion auslösen kann – und somit wird sich weiterhin nichts ändern.
Die manipulative Berichterstattung der Medien lähmt die Gesellschaft und verhindert, dass die lethargische Masse zu neuem Leben erwacht. Bald werden wir die harten Folgen dieses Versagens zu spüren bekommen.
Quelltext:
https://t.me/schlesien_szlonsk/24452
Die Einleitung zum Videobeitrag auf Apolut.net:
Apolut fragt. KI antwortet: Wenn Medien zum Machtinstrument werden
https://apolut.net/apolut-fragt-ki-antwortet-wenn-medien-zum-machtinstrument-werden/
„Demokratie lebt vom Streit, nicht vom Stillstand. Sie lebt davon, dass Macht nicht einfach akzeptiert, sondern immer wieder hinterfragt wird: Was tust du? Warum? Für wen? Und wem schadest du dabei?
Diese Fragen zu stellen, ist Aufgabe der Medien. Sie sind nicht dazu da, die Bürger zu erziehen oder politische Maßnahmen zu rechtfertigen. Ihre Rolle ist nicht Bestätigung, sondern Irritation. Die vierte Gewalt war immer gedacht als Kontrollinstanz – als Gegenmacht zur Regierung, nicht als Beiboot.
Doch genau das hat sich in der jüngeren Geschichte umgekehrt.
Medienhäuser, einst Bollwerke der öffentlichen Kontrolle, sind heute oft Akteure einer politischen Haltungsökonomie. Statt Kontrolle der Macht: Kontrolle der Bevölkerung. Statt investigativer Störung: pädagogische Sedierung. Wer nicht folgt, wird geframed – als „rechts“, „unsolidarisch“ oder „gefährlich“.
Corona war der Moment, in dem dieses Umkippen sichtbar wurde: Nicht als Betriebsunfall, sondern als strukturelles Totalversagen.
Es ist Machtmissbrauch – nur in anderer Richtung. Freiheit braucht Medien – aber nicht irgendeine Presse, sondern eine feindliche gegenüber der Macht.
Eine, die sich nicht mit Regierungen verbrüdert, sondern ihnen auf die Finger sieht. Eine, die nicht mit Konzernen kooperiert, sondern deren Netzwerke offenlegt. Eine, die nicht mit Haltung beginnt, sondern mit Recherche.
Demokratie ist keine Pose – sie ist ein System aus Checks and Balances. Und ohne die Medien als unabhängige Kontrollinstanz kippt das Ganze ins Theater.“
Die Kritik an Propaganda wird selbst zu Propaganda:
Desinformationen und Propaganda als essentieller Teil der psychologischen Kriegsführung
https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Kritische-Infrastrukturen/KRITIS-Gefahrenlagen/Hybride-Bedrohungen/Desinformation/desinformation_node.html
Systematische Fake News
RT als Propagandasender des Kremls
Gezielte Destabilisierung der Gesellschaft
Ziel der psychologischen Kriegsführung

