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Wie sich die Utopie vom „grünen Stahl“ zerlegt
Höhere Energie-, Wasserstoff- und Rohstoffkosten beerdigen die Vorstellung vom „grünen Stahl“. Was eine Verlagerung von energieintensiven Produktionsstufen und das damit verbundene Aus der heimischen Stahlindustrie für uns bedeutet.
https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2026/wie-sich-die-utopie-vom-gruenen-stahl-zerlegt/
„Mehrere Milliarden Euro kostet der „grüne“ Umbau der saarländischen Stahlindustrie. Doch eine neue Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) stellt ausgerechnet jetzt die ökonomische Grundlage des Prestigeprojekts Power4Steel in Frage. Für energieintensive Primärstahlproduktion sehen die PwC-Experten für „Energiewende & Dekarbonisierung“ in Mitteleuropa keinen wettbewerbsfähigen Weg. …
Als die Stahl-Holding Saar (SHS) 2022 die Transformation beschloss, war noch von Investitionen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro die Rede. Inzwischen sind es 4,6 Milliarden Euro. 2,6 Milliarden Euro davon kommen als Förderung vom Bund und dem Saarland selbst – bei einem Landeshaushalt von 6,6 Milliarden Euro. Eisenerz-Direktreduktionsanlagen (DRI) und Elektrolichtbogenöfen (EAF) sollen die CO₂-trächtige Hochofenroute ersetzen. Die jüngsten Zweifel kommen nicht von einem politischen Gegner des Power4Steel-Projekts. Die Untersuchung entstand laut Saarbrücker Zeitung auf eigene Initiative von PwC. Einen externen Auftraggeber nennt die PwC-Studie nicht. …“

