Start › Foren › Weltpolitik › Inszenierungen › Erneut gefährdet politische Ignoranz den Frieden › Antwort auf: Erneut gefährdet politische Ignoranz den Frieden
An welchen Stellen käme eine Analogie zum Tragen?
Es sind die verborgenen Machenschaften der vermeintlich „inexistenten“ Strippenzieher. Jede sichtbare, propagandistisch ausgeschlachtete Verwicklung hat eine Entsprechung in den strategischen Zielsetzungen der Verschwörer innerhalb der sogenannten „demokratischen Unschuldsstaaten“. Wenn ein Staat beschuldigt wird, kann er nicht „demokratisch“ sein, denn „Demokratien sind nicht kriegsfähig“, wie ständig in den Massenmedien zu hören ist. Diese Verlogenheit erzwingt zahlreiche Korrekturen der etablierten Interpretation geschichtlicher Ereignisse. Anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sind viele Bücher erschienen, die eine Neubewertung der Gründe für dessen Ausbruch vornehmen. Die meisten davon sind sehr lesenswert.
Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Bücher und Beiträge von Wolfgang Effenberger. Eine gesonderte Betrachtung ihrer Inhalte ist angebracht.
Die Probleme liegen in den aggressiven Absichten kriegstreibender Akteure. Dabei wird die altbekannte Maxime „Teile und herrsche“ immer wieder neu aufgeführt.
Der wirtschaftliche Erfolg des Deutschen Reiches veranlasste die englischen Verschwörer bereits Ende des 19. Jahrhunderts dazu, einen Kriegsausbruch herbeizuführen. Ähnlich aggressiv verhält sich der verborgene Angriff aus dem Untergrund, der zum Ausbruch des offenen Konflikts um die Ukraine führte. Eine hochgefahrene Bedrohung führt zur Reaktion des betroffenen Staates. Dies nutzt wiederum die Propagandamaschine der westlichen „Demokratien”, um daraus eine verbale Schlacht zu entfachen, die schnell politische und militärische Konsequenzen hat. So wird suggeriert, die zwangsläufige Reaktion des bedrohten Staates sei die „wahre“ treibende Ursache der entstandenen Krise.
Die Behandlung der nationalen Minderheiten zugunsten einer Steigerung der Kriegsspannungen sowie eine sehr selektive und für die Konkurrenten belastende Auswertung der politischen Lage waren ebenfalls Gründe, die 1939 zum Kriegsausbruch führten. Am 1. September 1939 griff das NS-Regime Polen an. Daraufhin lösten England und Frankreich am 3. 9.1939 einen europäischen Flächenbrand aus. Der diplomatische Vorlauf dieses Krieges ist atemberaubend, wird aber so gut wie nirgendwo faktenbasiert besprochen. Dabei wird beispielsweise die Politik der Einkreisung Deutschlands aus dem Jahr 1939 nicht thematisiert, die eine Parallele zur Sanktionspolitik des Westens gegenüber Russland aufzeigt. Die Russen verfügen jedoch über ausreichende Rohstoffe. Zudem stellt die politische Kooperation mit China und dem Iran die Perspektiven der weiteren Entwicklung des Konflikts auf eine ganz andere Grundlage. Somit laufen alle Standardnachrichten und verordneten Narrative in den etablierten Medien ins Leere.
Der Gegner wird einmal mehr verteufelt und dämonisiert. So macht man das eben. Ihm wird jedes Recht auf Verteidigung abgesprochen. Die Lage und Behandlung der nationalen Minderheiten werden nur dann thematisiert, wenn es in das Konzept der westlichen Propagandamaschinerie passt.

