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Schlagwörter: Russlandhass
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2026-07-24 um 19:10 Uhr #3606bhnAdministrator
Die Vorgeschichte des Ausbruchs des Ersten und Zweiten Weltkriegs wird meist mit der schnellen Feststellung „Die Deutschen haben die Kriege ausgelöst“ abgetan. Nur gelegentlich erscheinen recht gute, also revisionistische, Berichte, die die Ursachen des Ersten Weltkriegs neu aufrollen.
So ist beispielsweise heute recht gut bekannt, dass der deutsche Kaiser noch Stunden vor der deutschen Generalmobilmachung in einem Brief an Zar Nikolaus appellierte, die inzwischen in vollem Gange befindliche russische Mobilmachung zu stoppen, da er sich sonst gezwungen sähe, als Antwort darauf die deutsche Mobilmachung zu befehlen. Der Appell war sehr persönlich und herzzerreißend formuliert. Mit dem Zaren bestanden schließlich gute familiäre Beziehungen, und die beiden deutschen Kaiser unterhielten beste freundschaftliche Beziehungen zum Zaren. Trotz all dieser Bemühungen gelang es Wilhelm II. nicht, den schrecklichen Lauf der Entwicklung zu stoppen.Demgegenüber steht der Vorlauf zum Zweiten Weltkrieg nach wie vor auf der Liste der unantastbaren Themen. Laut der offiziell einzigen zugelassenen Version war es Hitler. Fertig, mehr wird nicht geforscht, nichts wird infrage gestellt. Wer aus diesem Kanon ausschert, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Auf die Erkenntnisse von Schulze-Rohnhoff oder des Hitler-Forschers Michael Grandt wird nie eingegangen. Die etablierte Historiografie versucht, „überflüssige“ Infragestellungen durch Verschweigen zu vermeiden.
Auf Apolut.net wurde ein guter Beitrag von Tilo Gräser mit dem Titel „Russlandhass im Westen befeuert Kriegsgefahr” veröffentlicht.
https://apolut.net/russlandhass-im-westen-befeuert-kriegsgefahr-von-tilo-graser/
„Im Westen macht sich politische Unreife gefährlich breit – in Russland bestimmt Besonnenheit die Reaktion.“In der Einleitung schreibt der Autor:
„Ein neuer großer Krieg wird kommen und Europa zerstören – darin sind sich immer mehr Beobachter und Analytiker des neuen West-Ost-Konfliktes auf beiden Seiten einig. Verantwortlich dafür sind demnach vor allem westeuropäische Politiker. Diese „schlafwandeln“ nicht, sondern provozieren sehenden Auges weiter Russland. Sie glauben anscheinend tatsächlich, sie könnten die größte Nuklearmacht der Welt „in die Knie“ zwingen.Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die gefährlichste Illusion seit Ende des Kalten Krieges. Als seien die dafür verantwortlichen Politiker im Westen blind aufgrund ihrer eigenen Russophobie. Die mehr ein tiefsitzender pathologischer Russlandhass ist, wie der britische Politikwissenschaftler Richard Sakwa einschätzt. …“
Thilo Gräser bezieht sich selbstverständlich mit keinem Wort auf die zumindest gewissen Analogien in der propagandistischen Vorarbeit, die die beiden vorherigen Weltkriege im Westen begleiteten und sich mit der heutigen Zeit vergleichen lassen. So viel Denkfreiheit will sich der Autor offenbar nicht erlauben. Er bleibt also auf der sicheren Seite der vorausbestimmten Erklärungsmuster.
Es lohnt sich jedoch, bei der Lektüre die Gedanken schweifen zu lassen, sichtbare Analogien zu erkennen und eigene Schlussfolgerungen zu ziehen.
In der Histografie wurde noch kein abschließendes Wort gesprochen. Es bleibt noch viel zu erforschen. Vergleiche mit der Lage in den Vorkriegszeiten ermöglichen wertvolle Erkenntnisse über die Machtmechanismen und die politisch-militärischen Zielsetzungen, die das aggressive Handeln begleiteten – und dies tut es bis heute, selbst wenn diese aus dem verborgenen Machtzirkeln stammen, die heute als „tiefer Staat” bezeichnet werden. -
2026-07-25 um 8:13 Uhr #3613bhnAdministrator
An welchen Stellen käme eine Analogie zum Tragen?
Es sind die verborgenen Machenschaften der vermeintlich „inexistenten“ Strippenzieher. Jede sichtbare, propagandistisch ausgeschlachtete Verwicklung hat eine Entsprechung in den strategischen Zielsetzungen der Verschwörer innerhalb der sogenannten „demokratischen Unschuldsstaaten“. Wenn ein Staat beschuldigt wird, kann er nicht „demokratisch“ sein, denn „Demokratien sind nicht kriegsfähig“, wie ständig in den Massenmedien zu hören ist. Diese Verlogenheit erzwingt zahlreiche Korrekturen der etablierten Interpretation geschichtlicher Ereignisse. Anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sind viele Bücher erschienen, die eine Neubewertung der Gründe für dessen Ausbruch vornehmen. Die meisten davon sind sehr lesenswert.Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Bücher und Beiträge von Wolfgang Effenberger. Eine gesonderte Betrachtung ihrer Inhalte ist angebracht.
Die Probleme liegen in den aggressiven Absichten kriegstreibender Akteure. Dabei wird die altbekannte Maxime „Teile und herrsche“ immer wieder neu aufgeführt.Der wirtschaftliche Erfolg des Deutschen Reiches veranlasste die englischen Verschwörer bereits Ende des 19. Jahrhunderts dazu, einen Kriegsausbruch herbeizuführen. Ähnlich aggressiv verhält sich der verborgene Angriff aus dem Untergrund, der zum Ausbruch des offenen Konflikts um die Ukraine führte. Eine hochgefahrene Bedrohung führt zur Reaktion des betroffenen Staates. Dies nutzt wiederum die Propagandamaschine der westlichen „Demokratien”, um daraus eine verbale Schlacht zu entfachen, die schnell politische und militärische Konsequenzen hat. So wird suggeriert, die zwangsläufige Reaktion des bedrohten Staates sei die „wahre“ treibende Ursache der entstandenen Krise.
Die Behandlung der nationalen Minderheiten zugunsten einer Steigerung der Kriegsspannungen sowie eine sehr selektive und für die Konkurrenten belastende Auswertung der politischen Lage waren ebenfalls Gründe, die 1939 zum Kriegsausbruch führten. Am 1. September 1939 griff das NS-Regime Polen an. Daraufhin lösten England und Frankreich am 3. 9.1939 einen europäischen Flächenbrand aus. Der diplomatische Vorlauf dieses Krieges ist atemberaubend, wird aber so gut wie nirgendwo faktenbasiert besprochen. Dabei wird beispielsweise die Politik der Einkreisung Deutschlands aus dem Jahr 1939 nicht thematisiert, die eine Parallele zur Sanktionspolitik des Westens gegenüber Russland aufzeigt. Die Russen verfügen jedoch über ausreichende Rohstoffe. Zudem stellt die politische Kooperation mit China und dem Iran die Perspektiven der weiteren Entwicklung des Konflikts auf eine ganz andere Grundlage. Somit laufen alle Standardnachrichten und verordneten Narrative in den etablierten Medien ins Leere.
Der Gegner wird einmal mehr verteufelt und dämonisiert. So macht man das eben. Ihm wird jedes Recht auf Verteidigung abgesprochen. Die Lage und Behandlung der nationalen Minderheiten werden nur dann thematisiert, wenn es in das Konzept der westlichen Propagandamaschinerie passt.
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