Moralismus nach Belieben, aber nur, wenn es passt.

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    • #3585
      bhn
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      Chrupalla im Interview im ZDF-Moma-Magazin:
      „Die schädlichen Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland müssen überprüft und zurückgenommen werden. Wir müssen darüber diskutieren, Nord Stream wieder zu öffnen und so schnell wie möglich diese Pipelines zu reparieren, um wieder günstiges Gas aus Russland zu bekommen und so Alternativen und weitere Optionen zu haben. Wir müssen uns unabhängig machen von teurem LNG-Gas und Öl aus Amerika.
      Gegenfrage: Kann ein Land, das ein anderes europäisches Land überfallen und angegriffen hat, ein verlässlicher Partner in der Energiepolitik sein?
      Antwort: So soll die Prämisse also sein. So hat Amerika schließlich auch ein anderes Land überfallen und angegriffen. So wie Israel, das ja auch unser Partner ist und von dem wir Öl und Gas kaufen.
      Frage: Das kann doch kein Argument sein!
      Antwort: Sie haben das Argument doch gerade auf der moralischen Ebene gebracht. Über Moral kann man gerne reden. Wenn wir von den Ländern, die völkerrechtswidrig Kriege angefangen und initiiert haben, kein Öl und Gas mehr kaufen, dann wird es langsam dunkel in Deutschland. Das kann man machen, aber dann haben wir auch keinen Standort und keine Industrie in Deutschland.“

      Aus: https://t.me/c/1496097495/38983

      Dieser kurze Ausschnitt aus dem ZDF-Gespräch verdeutlicht das Problem der seit Langem in Deutschland geführten unsachlichen Debatten. Als Hauptargument gilt dabei der Einsatz der Moralkeule. Dies ist ein billiges, rein selektiv verwendetes und inhaltsleeres Argument, das das Grundprinzip medialer Kampagnen zur Durchsetzung politischer Indoktrination bildet. Der freie Zugang zum Internet macht diese primitive Masche allerdings immer weniger wirksam.

      Es war schon immer so, dass die USA Kriege zur Sicherung ihrer Interessen in beliebiger und meist völkerrechtswidriger Form führten. In den staatlich kontrollierten Medien durfte man das zwar gelegentlich ansprechen, entsprechende Äußerungen wurden jedoch schnell aus der veröffentlichten Meinung herausgefiltert.
      Und auch diesmal schert sich Trump weder um Menschenrechte noch um internationales Recht und vertritt offen die Politik der Gewaltanwendung. Neu ist nur die unverhohlene Offenheit seines Vorgehens. Bisher wurde das Handeln der USA nach außen hin immer mit einem beliebigen vorgeschobenen Vorwand gerechtfertigt, um sogenannte Prinzipientreue vorzutäuschen.

      So war das früher. Mit welcher Rechtfertigung wurde Deutschland vom internationalen Zusammenspiel ausgeschlossen? Welche Untaten wurden ausschließlich den Deutschen zugerechnet, während die viel schlimmere Verfolgungspolitik gegenüber Deutschland völlig unbeachtet blieb?

      Auch im Nürnberger Prozess nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Vertreibungspolitik des NS-Regimes scharf verurteilt und juristisch verfolgt. Die zur selben Zeit in viel intensiverer Form laufende Vertreibungspolitik gegen die Ostdeutschen – darunter die Schlesier – wurde hingegen per politischer Anweisung von jedem kritischen Diskurs ausgeschlossen. Bei einer objektiven Gewichtung der betroffenen Massen verhält sich die moralische Schuld der NS-Machthaber gegenüber den sogenannten „demokratisch” regierten Staaten wie 1:20.
      Ähnlich verhält es sich mit der Verantwortung für die ausgebrochenen Kriege, für die der Westen die Deutschen pauschal belastet. Keiner schaut genau hin, es muss einfach gelten. Zwar korrigieren neue Geschichtsforscher wie Wolfgang Effenberger im Kanal t.me/Nuoviso, Michael Grandt in seinem Kanal t.me/MGrandt und Gerd Schultze-Rhonhof auf seiner Website http://www.schultze-rhonhof.de verlogene Geschichtsbilder, indem sie auf wenige bekannte Aspekte des Ausbruchs der Weltkriege hinweisen. Die breite Masse wird dadurch kaum erreicht.
      Nur ein Blinder bemerkt die Machenschaft nicht. Doch diese Blindheit wurde durch politische Maßnahmen erzwungen. All das wurde mit Moral, der Verteidigung von Menschenrechten und dem Bezug auf internationales Recht begründet.

      Der „Westen“ war und ist bis heute politisch maximal verlogen, ungerecht und imperialistisch. Den Medien ist es leider gelungen, die Schuld für alle Untaten der Weltgeschichte den Deutschen zuzuschreiben. Sie sind sozusagen der moralische Mülleimer der sonstigen „Demokratien“ des Westens. Jemand muss schließlich für alles „Schuld“ tragen, also waren es die Deutschen!

      Wir sind Zeugen einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaftskraft gezielt geschwächt wird. In den Weltkriegen ging es selbstverständlich nur darum, getarnt als ein gerechter Kampf gegen deutsche Aggression und unterstellte Raubgelüste. Alles, was gut und deutsch war, wurde von den Siegern zerschlagen. Über die guten preußischen Tugenden spricht heute niemand mehr, da diese dem gängigen Bild widersprechen würden. Preußen hat weiterhin als aggressiv zu gelten. Warum sich die Deutschen dem nicht massiv widersetzen, bleibt für mich unverständlich.

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