Start › Foren › Konfliktpotenzial › Deutsch-polnische Beziehungen › Anatomie der Konflikte: Oberschlesien 1921 – Donbass 2014
Schlagwörter: #Oberschlesien, Donbass
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2026-07-16 um 9:05 Uhr #3575bhnAdministrator
Wie kommt es zu einem Krieg? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit hochgespielte Probleme letztendlich in einem kriegerischen Zusammenstoß münden, bei dem Millionen Menschen ihr Leben verlieren und das Land zerstört wird?
Es gibt viele grundsätzliche Betrachtungsweisen, die einen Krieg „erklären”. Am einfachsten wird die „Schuld” gewöhnlich einem aggressiven Diktator des gegnerischen Landes zugeschrieben.Man hört immer wieder, dass eine Demokratie nicht kriegsfähig sei. Eine Demokratie ist jedoch verteidigungsfähig und -willig. Sie reagiert also nur auf eine „Bedrohung” von außen. Ähnliches habe ich noch in Polen während der obligatorischen Einführung in die Militärkunde gehört, die für alle Studenten verpflichtend war. Demnach war das damalige politische System des Landes, die „sozialistische Demokratie“, nicht offensiv ausgerichtet und das Land brauchte die Armee nur zur Selbstverteidigung. Was für eine systemübergreifende Gleichheit der abstrakten Absichten!
Und es werden ständig Kriege geführt. Ununterbrochen findet ein propagandistischer Kampf um die Deutungshoheit der eigenen Indoktrinationen statt. Die Mechanismen ihrer Entstehung bleiben dabei immer dieselben.
Konflikte, die zu Kriegen führen, werden gezielt hochgespielt, um diese herbeizuführen.FRANK HÖFER: Darüber hat niemand berichtet!
https://www.youtube.com/watch?v=DfEzSPK_wBM oder https://t.me/Nuoviso/11989
Ukrainian Agony – Der verschwiegene Krieg (kompletter Film): https://nuoflix.de/ukrainian-agony–der-verschwiegene-kriegEin Vergleich des Kriegsverlaufs in der Ostukraine bzw. im Donbass (bewaffneter Konflikt im Donezbecken) seit 2014 mit dem Kriegsverlauf in Oberschlesien in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg von 1919 bis 1921 ist durchaus möglich. Als Ergebnis dieses Waffengangs kam es 1922 zur Teilung Oberschlesiens und zur Abspaltung von Ostoberschlesien vom Deutschen Reich mit Anschluss an Polen, was zuvor noch nie der Fall gewesen war.
Eine gute Zusammenstellung der an den Oberschlesiern damals begangenen Grausamkeiten ist in dem 1938 im Verlag E. G. Mittler & Sohn in Berlin erschienenen Buch „Oberschlesien in der Aufstandszeit 1918–1921, Erinnerungen und Dokumente” von Karl Hoefer, Generalleutnant a. D.
Das Buch ist den Opfern für das Deutschtum Oberschlesiens gewidmet.Einige Auszüge aus dem Buchinhalt sind unter den folgenden Links zu finden:
https://silesiaweb.net/oberschlesien-in-der-aufstandszeit-1/
https://silesiaweb.net/oberschlesien-in-der-aufstandszeit-1918-1921-teil-2/
https://silesiaweb.net/oberschlesien-in-der-aufstandszeit-1918-1921-teil-3/Die weiteren Teile des Buches werden regelmäßig im Kanal t.me/schlesien_szlonsk (Suchbegriff: „Hoefer”) eingestellt.
In der Schlesischen Digitalen Bibliothek ist das gesamte Buch verfügbar:
https://sbc.org.pl/de/dlibra/publication/228480/edition/215944/oberschlesien-in-der-aufstandszeit-1R8-1921-erinnerungen-und-dokumente-hoefer-karl-1862In Verbindung mit den allgemeinen Informationen zum Kampf um Oberschlesien von https://silesiaweb.net/der-kampf-um-oberschlesien/
lässt sich der rücksichtslose und gewaltsame Kampf Polens um die Annexion Oberschlesiens sowie der Widerstand des entwaffneten Deutschen Reichs zur Rettung der wirtschaftlich hochentwickelten und zuvor stets zum Reich gehörenden Region nachvollziehen. Im 14. Jahrhundert hatte die polnische Krone auf jegliche Rechte an ganz Schlesien verzichtet. Damals war Oberschlesien ein dicht bewaldeter, verloren wirkender Landstrich. Unter deutscher Führung entwickelte es sich zu dem, was Polen nach dem Ersten Weltkrieg erobern beabsichtigten.Die Methoden der Kriegsführung sowie die propagandistischen Aufhetzkampagnen sind immer dieselben.
In dem Interview, in dem Frank Höfer die Lage in der Ostukraine seit 2014 schildert, erkennen wir große Ähnlichkeiten in der Entstehung und der nachfolgenden Rechtfertigung des Krieges. Zwar war die Ausgangslage anders, doch das Ergebnis ähnelt in großem Maße, wenn wir die realitätsnahe Veranschaulichung der Folgen des Krieges in Oberschlesien im Jahr 1921 und in Donezk seit 2014 betrachten.
Kriege entstehen nicht zufällig, sondern sind politisch gewollt. Es gibt immer eine außenstehende Macht, die einen Krieg anfeuert, um daraus einen nationalen Vorteil zu ziehen, obwohl der Krieg verheerende Folgen für das Land und seine Bevölkerung hat. Auch wenn die Voraussetzungen für einen Kriegsausbruch unterschiedlich sind, sind die Konsequenzen meist grausam ähnlich. -
2026-07-16 um 9:08 Uhr #3576bhnAdministrator
Kriegsgründe – wird noch ergänzt!
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